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Amnesty-Kerze

08.06.2010

Platzverweis für Todesstrafe

Am 19. Juni veranstaltet Amnesty International anlässlich der Fußball-WM in Südafrika eine bayernweite Aktion und fordert die Abschaffung der Todesstrafe, die in vielen Teilnehmerländern des weltweiten Fußballturniers noch existiert.

Aktion in Margetshöchheim auf dem Gelände des tegut-Marktes, 19. Juni, 10 - 15 Uhr
Infostand in Würzburg am 26. Juni

In vielen bayerischen Städten werden am 19. Juni von Amnesty Mitgliedern sog. Bangsticks (Klatschstangen) und rote Karten mit der Aufschrift „Platzverweis für Todesstrafe“ an Passanten und Fußballfans verteilt, die bei Public Viewing Events für ihre Mannschaften mitfiebern werden. Außerdem werden die Fans dazu animiert, sich an einer Fotoaktion zu beteiligen und sich als „Schiedsrichter gegen die Todesstrafe“ abbilden zu lassen. Die Bilder der Teilnehmer werden zeitnah auf der Münchner AI-Website veröffentlicht (www.amnesty-muenchen.de), um somit die AI Botschaft in der breiten Öffentlichkeit zu streuen. Ingrid Bausch Gall, Bezirkssprecherin für den Bezirk München und Oberbayern: „Die Todesstrafe verletzt das Recht auf Leben, viele Staaten haben in den letzten Jahren die Todesstrafe abgeschafft. Wir setzen und dafür ein, dass die Todesstrafe weltweit verschwindet.“

Amnesty International möchte mit dieser Aktion konkret auf die Lage der Menschenrechte in Brasilien, Chile, USA, Nordkorea, Japan, Nigeria, Algerien, Ghana, Kamerun und Südkorea sensibilisieren, da in diesen Ländern noch die Todesstrafe verhängt wird bzw. diese in Kriegszeiten ausgeführt wird oder es noch Verurteilte gibt, auf deren Schicksal AI aufmerksam machen möchte. Mittlerweile haben mehr als zwei Drittel aller Staaten weltweit die Todesstrafe per Gesetz oder zumindest in der Praxis abgeschafft. Dennoch lebt nur ein Drittel der Weltbevölkerung in Staaten, die nicht hinrichten. Im Jahr 2008 sind mindestens 2.390 Gefangene in 25 Staaten exekutiert worden; allen voran China (72%), Iran (14%), Saudi Arabien (4%), Pakistan (2%), USA (2%) und Rest der Welt (6%).