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25.07.2015

Stop Folter

Die Marktheidenfelder Gruppe von amnesty international informiert mit einem Infostand am kommenden Samstag, 25.07.2015 Vormittag auf dem Marktplatz in Marktheidenfeld zur aktuellen Kampagne "STOP FOLTER", bei dem die thematische Umsetzung realitätsnah umgesetzt wird: Es werden dabei Beispiele für Folter veranschaulicht, wie sie heute noch weltweit anzutreffen sind. Gleichzeitig kann mit Briefen und Unterschriftslisten gegen den Einsatz von Folter protestiert werden.

Laut Amnesty International zerstört Folter und Misshandlung Menschen physisch und körperlich. Folter droht besonders, wenn Inhaftierte keinen oder wenig Kontakt zur Außenwelt haben und damit schutzlos Polizisten oder anderen staatlichen Mitarbeitern ausgeliefert sind. Sie hinterlässt bei den Überlebenden neben körperlichen Folgen auch schwere psychische Verletzungen, die die Betroffenen für ihr Leben zeichnen können. Folter dient nicht der Wahrheitsfindung. Aussagen und Geständnisse die unter Folter entstanden, sind keine verlässliche Grundlage für die Ermittlung von Straftaten oder zur Abwehr von möglichen Gefahren.

Folter zerstört den Rechtsstaat. Sie muss absolut und ausnahmslos verboten sein. Staatliche Behörden dürfen keinen Ermessensspielraum haben, wie viel Folter gerade noch in Ordnung ist. Ein solcher Spielraum fördert Machtmissbrauch und setzt Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden unter Entscheidungsdruck. Wenn ein Staat Menschen misshandelt, anstatt sie in einem rechtsstaatlichen Verfahren zu verurteilen oder aber freizusprechen, missbraucht er sein Gewaltmonopol und damit das Vertrauen der Bürger.